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Über Joachim Lautenschläger
„... Viele Künstler argumentieren auf der Ebene der Zeichen. Was Sehen aber ausmacht, ist, dass es uns in direkten Kontakt mit dem Sein bringt. Das Sein ist da und Lautenschläger bereitet es auf der malerischen Ebene auf mit einer Geschichte des Überlebens, kubistisch gedacht und in Farben von Grau bis Purpurrot. Manche Häuser stehen, als müsssten sie sich wärmen in ihrer Stummgefrorenheit, andere leuchten im Abendlicht. Lautenschläger spürt nach innen, während er schaut. Manchmal sieht es so aus, als haben sich die Gegenstände von sich aus der ruhenden Leinwand genähert – kriechend wie ein Tierpanzer, in Form eines Farbflächenkonglomerats. Joachim Lautenschläger sieht die Dinge komplex und wie sie sich zusammensetzen. Er wartet ab. Ein Maler auf Empfang. Die Bilder wispern die Antworten. Der Maler lauscht, heimgekehrt aus dem Tosen der Menschenplagen.“
„ ... Mit nur wenigen Kollegen teilt der Künstler das Können, selbst vom Stein zu drucken: Farblithografien von sieben oder mehr Steinen, wie die Zirkusblätter z.B. Sowohl in der Grafik, als auch im Gemälde hat der Zachower in der jüngeren Zeit zu intensiver Farbigkeit und zur Figur zurück gefunden. Lautenschläger ist ein Meister des Farbigen, des Feinen, des Strengen, des Schlichten und des Opulenten - und das widerspricht sich durchaus nicht. Lautenschlägers Gestalten zwischen Lachen und Weinen leben lustvoll und frei. Sie können selbstverständlich fliegen ... Sie tanzen und musizieren, und sie laden Sie ein. Treten Sie näher! Lautenschlägers Kunst dreht sich um die Balance von Intuition und Präzision, an der wir uns auch im Leben versuchen. Die Arbeiten des Künstlers berühren, sie inspirieren, sie atmen ...“
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